Dienstag, 14. August 2012

Forscher fangen Riesenpython in den Everglades


Forscher sezieren die Riesenschlange. | Copyright: Kristen Grace/Florida Museum of Natural History

Gainesville (USA) - In den Everglades in Florida haben Forscher und Naturschützer die bislang größte Dunkle Tigerpython gefangen und untersucht. Bei rund 80 Kilogramm Lebendgewicht brachte es das Tier auf eine Länge von 5,40 Meter. Im Innern der Schlange entdeckten Biologen zudem 87 Eier.

Gefangen wurde das Tier im Rahmen eines Forschungsprogramms, dass sich mit der problematischen Invasion der Everglades durch illegal ausgewilderte Tigerpythons (Python molurus bivittatus) beschäftigt.

"Dieses Ding ist wahrhaft monströs", kommentiert Kenneth Krysko vom Florida Museum of Natural History auf dem Campus der University of Florida (UF) den Fang. "Ihr Körperdurchmesser beträgt bis zu 30 Zentimeter. Ihre Ausmaße zeigen uns, dass die Tiere in den Everglades sehr lange überleben zumal es hier in freier Wildbahn kein anderes Tier gibt, das die Ausbreitung der Schlangen unterbindet. Das ist ein wirkliches Problem für das Ökosystem der Everglades."

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Dunkle Tigerpythons sind dafür bekannt, dass sie Vögel, Kleinhirsche, Luchse andere Großtiere und sogar Alligatoren fressen. "Eine über fünf Meter lange Python kann geradezu alles fressen, was ihr hier in den Weg kommt. Erstmals eingeschleppt und illegal ausgewildert wurden die Tiere wohl in den 1970er Jahren. Ein erstes Tier in freier Wildbahn wurde 1979 gefangen. Seither zählen die auch als burmesische Pythons bezeichneten Schlangen zu den gefährlichsten Raubtieren Floridas. Wissenschaftler schätzen, dass die stets anwachsende Population derzeit etwa 2000 Tiere beträgt.

Python verschlingt einen (kleineren) Alligator


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"Noch vor 25 Jahren war es wirklich schwer, die Tiere und ihre Ausbreitung zu studieren, da ihre Anzahl noch klein und ihr Verhalten geradezu kryptisch war", erläutert Krysko. "Heute kann man sie nahezu jeden Tag antreffen. Kürzlich haben wir alleine an einem Tag 14 Exemplare entdeckt."

87 dieser Eier trug das trächtige Pythonweibchen in sich. | Copyright: Kristen Grace/Florida Museum of Natural History

Anhand der 87 Eier, die im Innern der Schlage gefunden wurden, erhoffen sich die Forscher nun neue Rückschlüsse auf das Reproduktionsverhalten der Tiere in freier Wildbahn. "Es gibt bislang nicht viele Informationen darüber, wie viele Eier eine trächtige weibliche Schlage in freier Natur in sich trägt. Der aktuelle Fund zeigt uns, dass es sich wirklich um sehr reproduktive Tiere handelt, was auch dazu geführt hat, dass die Tiere zu einem Problem geworden sind."

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Quelle: ufl.edu, Florida Museum of Natural History
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