Samstag, 2. März 2013

Studie offenbart: Honigbienen alleine reichen nicht aus


Symbolbild: Bestäuber und Bestäubte. | Copyright: Laura Müller, grewi.de

Göttingen (Deutschland) - Eine aktuelle Studie internationaler Wissenschaftler belegt, dass Honigbienen alleine sonstige wilde Bestäuber nicht ersetzen können. Weltweit hängt immerhin rund ein Drittel der Nahrungsmittelproduktion von der Bestäubung durch Insekten ab. Herrscht ein Mangel an Bestäubern, fallen die Ernten oft sehr gering aus. In ihrer Untersuchung können die Forscher nun belegen, dass Pflanzen besonders viele Früchte und Samen hervor bringen, wenn möglichst viele unterschiedliche Arten frei lebender Bestäuber vorhanden sind. Honigbienen können diese wilden Bestäuber nicht ersetzen, sondern lediglich unterstützen.

Wie die Forscher unter anderem um Prof. Dr. Teja Tscharntke Leiter der Abteilung Agrarökologie der Georg-August-Universität Göttingen aktuell in der Fachzeitschrift "Science" erläutern, zählen zu den natürlichen Bestäubern neben den Honigbienen auch Wildbienen, Fliegen, Käfer, Schmetterlinge, Vögel aber auch Fledermäuse. Die an der Studie beteiligten Agrarwissenschaftler untersuchten sowohl Kaffee- und Kürbisplantagen in Indonesien als auch Erdbeerfelder und Kirschbäume in Südniedersachsen.


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"Die Ergebnisse machen deutlich, dass eine ertragreiche Landwirtschaft nicht ohne Artenvielfalt auskommt", so Tscharntke. "Es wäre sehr riskant, sich bei der Bestäubung von Nutzpflanzen alleine auf die vom Menschen gemanagten Honigbienen zu verlassen, deren Anzahl durch Parasiten und Pestizide in jüngerer Zeit stark beeinträchtigt wurde. Konzepte zur Förderung weltweiter Nahrungsmittelsicherheit sollten auch den Schutz frei lebender Bestäuber, namentlich der Wildbienen, berücksichtigen."

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