Dienstag, 9. Juli 2013

SPD-Fraktion stellt "Kleine Anfrage" an Bundesregierung zu "Komplementärmedizin – Forschung und Anwendung in Deutschland"


Die erste Seite der "Kleinen Anfrage" zur Komplementärmedizin durch die SPD-Fraktion im Bundestag vom 26. Juni 2013.
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Berlin (Deutschland) - Die SPD-Fraktion unter Frank-Walter Steinmeier hat eine sogenannte "Kleine Anfrage" an die Bundesregierung gerichtet und darin Informationen über Forschung und Anwendung von Komplementärmedizin in Deutschland gestellt. Eine Tendenz für die zukünftige Politik der SPD in dieser Frage lässt sich aus den 31 Fragen der vorliegenden "elektronischen Vorab-Fassung" nicht herauslesen.

Wie die Anfrage (Drucksache 17/14262) einleitend erläutert, verstehe man unter dem Begriff Komplementärmedizin "Behandlungsmethoden und Konzepte, die sich selbst als Ergänzung zu schulmedizinischen Ansätzen verstehen." (Anm. d. GreWi-Red.: Darunter fallen Homöopathie, Akupunktur/TCM, Chirotherapie, versch. Naturheilverfahren wie Ayurveda u.v.m.)


Weiter führt die Anfrage aus, dass entsprechenden Methoden und Produkte in Deutschland in größerem Umfang Anwendung finden und seit Jahren eine steigende Nachfrage zu verzeichnen sei, "obgleich sich diese Angebote dadurch auszeichnen, dass ein wissenschaftlicher Nachweis ihrer Wirksamkeit regelmäßig nicht vorliegt."


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Vor diesem Hintergrund stelle sich die Frage, "in welchem Umfang die Anwendung komplementärmedizinischer Methoden in Deutschland tatsächlich stattfindet, in welche Richtung sich diese zukünftig entwickeln wird und ob bezüglich des Kenntnis- und Erfahrungsstandes zur Wirksamkeit der Komplementärmedizin Forschungsbedarf besteht." Derzeit, so stellt das Fraktionsschreiben weiter fest, werde davon ausgegangen, "dass die Wirkung zahlreicher Methoden und Konzepte der Komplementärmedizin in erste Linie auf Placeboeffekten beruht".


Zu den 31 thematischen Fragen gehören u.a. jene nach der grundsätzlichen Einschätzung entsprechender Methoden und Produkte durch die Bundesregierung, nach statistischen Erhebungen zur Inanspruchnahme komplementärmedizinischer Leistungen durch die Bevölkerung, Marktanteile alternativmedizinischer Medikamente sowie die von den (und von welchen) Krankenkassen gezahlten Kosten für entsprechende Leistungen in den Jahren 2008 bis 2012.


Hinzu erkundigt sich die Anfrage nach Höhe und Rahmen von Projekten, innerhalb derer die Bundesregierung in besagtem Zeitraum zum einen die Erforschung der Wirksamkeit von Angeboten aus der Komplementärmedizin, zum anderen aber die von Placeboverfahren gefördert habe, sowie über (so diese der Regierung vorliegend) entsprechende Statistiken und Informationen aus den Nachbarländern und den USA.



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Darüber hinaus erkundigt sich die SPD-Fraktion nach der Anzahl der Professuren mit komplementärmedizinischem Schwerpunkt und über die außeruniversitären Forschungseinrichtungen auf diesem Gebiet und die Rolle der Komplementärmedizin im Gesundheitsforschungsprogramm der Bundesregierung. Die Anfrage schließt mit Frage Nummer 31, die sich danach erkundigt, ob die Bundesregierung plane, die Forschungsmaßnahmen im Bereich der Komplementärmedizin in absehbarer Zukunft auszubauen und wenn ja, in welchem Umfang, wenn nein, warum nicht.


- Den vollständigen Text der "Kleinen Anfrage" (17/14262) finden Sie HIER


Sobald eine Antwort der Bundesregierung vorliegt, werden wir erneut berichten...


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